Vorwort zu „Buchsatz für Autoren – Vom Manuskript zum Buch mit Publishing on Demand“.

Warten, hoffen, bangen. Wer schon einmal versucht hat, sein Manuskript bei einem der klassischen Verlage unterzubringen, kennt das. Die Verlage anzuschreiben ist teuer und das Ergebnis in der Regel deprimierend. Was liegt also näher, als sein Buch selbst zu verlegen? Der Digitaldruck macht es möglich. Noch nie war es so einfach und billig, sein Buch selbst auf den Markt zu bringen. Ab der Manuskriptabgabe daürt es meisten nur wenige Wochen, bis man sein erstes gedrucktes Buch in den Händen hält.

Doch Book on Demand hat auch seine Schattenseiten. Die meisten Book- on-Demand-Dienstleister bieten zwar auf ihren Internetseiten mehr oder weniger informative Handreichungen an, wie aus einem Manuskript ein Buch entstehen kann, trotzdem bleiben fast immer mehr als genug Fragen offen.

Immerhin gehört es zum Hauptmerkmal des Book on Demands, dass die Autoren nicht nur schreiben, sondern sich anschließend auch noch als Layouter, Typographen, Setzer, Verkäufer und Werbefachmenschen betätigen müssen. Im Gegensatz zu klassischen Verlagen ist bei dieser Art des Veröffentlichens sehr viel mehr eigene Arbeit angesagt.

Allzu oft sieht man den book on demand verlegten Büchern die Rat- und Hilflosigkeit ihrer Schöpfer auch an. Die typographische Umsetzung steckt voller Mängel, das Lesevergnügen wird merklich geschmälert.

Die Empfehlungen in diesem Buch resultieren aus einer langjährigen Beschäftigung mit Typographie. Manche lassen sich ganz einfach umzusetzen, andere erfordern ein tieferes Eindringen in die Materie.

Auch wenn eine besondere Gattung von Verlagsdienstleistern gerne das Blaü vom Himmel zu versprechen sucht, reich werden die wenigsten Autoren von ihren Büchern und schon gar nicht die book on demand verlegenden.

Bis sich teure DTP- und Layout-Programme amortisiert haben, kann also lange, sehr lange dauern. Doch teure Programme sind in der Regel auch gar nicht erforderlich. Es gibt preiswerte und teilweise sogar kostenlose Alternativen, die für unseren Zweck völlig ausreichen.

Diese Alternativen stehen auch im Mittelpunkt dieses Buches: Open Office, LaTeX, Gimp. Dazu kommen noch einige Tools vor allem zur Umwandlung von Textdateien in das PDF-Format. Computerprogramme, die mehr als einen mittleren zweistelligen Betrag kosten, bleiben dagegen ausgespart – mit einer Ausnahme: Microsoft Office bzw. Word, das auf vielen Windows-Computern ohnehin installiert ist.

Aber auch wenn Sie mit anderen als den hier genannten Programmen arbeiten: Im Mittelpunkt stehen immer die Erklärungen des „Warums“. Viele Tips lassen sich deshalb problemlos auf andere Programme übertragen.

Das Ergebnis sollte ein Buch sein, dass sich wohltünd von vielen anderen im Book-on-Demand-Verfahren produzierten abhebt.

Ausdrücklich sei darauf verwiesen, dass alle rechtlichen Anmerkungen nur der allgemeinen Information dienen und nicht als Rechtsberatung verstanden werden dürfen. Eine Rechtsberatung können und dürfen nur Juristen bieten.